Vizerektorat Lehre
Die Universität Bern will ihren Studierenden eine hervorragende Ausgangslage für die Zukunft schaffen.

Universitätsleitung

Zukunftsweisende Hochschulbildung

Neue Kompetenzen, neue Technologien und neue Studienwahlinstrumente: Die Universität Bern arbeitet an der ständigen Verbesserung der Lehre.

 

Von Prof. Dr. Bruno Moretti, Vizerektor Lehre

Innert fünf Jahren ist die Gesamtzahl der Studierenden der Universität Bern von 17 000 auf mehr als 18 500 gestiegen. Während die Anzahl der Bachelor- und Masterstudierenden mit +1 Prozent nur noch wenig wuchs, stieg die Anzahl Doktorierender mit +23 Prozent stark an. Dies ist besonders erfreulich, weil es zeigt, dass die Universität Bern für den wissenschaftlichen Nachwuchs sehr attraktiv ist. Ähnlich positive Signale – mit einer Steigerung um 18 Prozent – erhält die Universität Bern auch in Bezug auf ihr Angebot an Weiterbildungsstudiengängen.

Digitalisierung in der Lehre

Zum Thema Digitalisierung gilt es, zunächst festzuhalten: Die Universität Bern überprüft schon lange die bestmöglichen Kombinationen von Präsenzunterricht und Selbststudium für die ständige Verbesserung der Lehre (diese Erfahrung ist auch während der aktuellen Corona-Krise sehr nützlich gewesen, als die ganze Lehre innerhalb von drei Tagen komplett auf Onlinebetrieb umgestellt wurde). In der Digitalisierungsstrategie, die 2019 verabschiedet wurde, sind in Bezug auf die Lehre zwei Gebiete dominant: die Kompetenzen der Studierenden («Digital Literacy in der Lehre») und der Einsatz der neuen Möglichkeiten im Unterricht («Digitale Transformation des Studiums»).

Zum ersten Punkt prüfen die Fakultäten zusammen mit dem Vizerektorat Lehre, welche neuen Fach- und Grundkompetenzen für die eigenen Studierenden in der Zukunft relevant sein werden und in welchen Formen diese in die Studienprogramme eingefügt werden können. Als Zusatzveranstaltung für Studierende aller Fachrichtungen wird ab dem Frühjahrssemester 2020 eine allgemeine Einführung ins Programmieren angeboten.

Die digitale Transformation des Studiums ist schon länger ein grosses Thema. Die Universität Bern hat bereits vor Jahren verschiedene Projekte zu Förderung innovativer Lehre lanciert.

2019 wurden zudem die ersten flashMOOCs online freigeschaltet (www.flashmoocs.unibe.ch). Der Name steht für prägnante, schnelle Erklärvideos. Ähnlich wie klassische Massive Open Online Courses (MOOCs) stehen sie einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Anders aber als klassische MOOCs, die eine ganze Semesterveranstaltung umfassen, sind die flashMOOCs mit 15-25 Minuten Laufzeit einiges kürzer.

Kurz gesagt

«Die Universität Bern überprüft schon lange die bestmöglichen Kombinationen von Präsenzunterricht und Selbststudium für die ständige Verbesserung der Lehre.»


Prof. Dr. Bruno Moretti, Vizerektor Lehre

eCoaches unterstützen Dozierende

Zur Unterstützung der Dozierenden beim Einsatz der digitalen Technologien wurde auch die Figur des eCoachs entwickelt. Im Rahmen dieses Projekts absolvieren ausgewählte Studierende aus allen Fakultäten eine Ausbildung für den sinnvollen Einsatz digitaler Technologien. Ab Sommer 2020 werden sie dann gezielt mit Dozierenden zusammenarbeiten, um diese beim Anreichern und Optimieren von Lehrveranstaltungen mit digitalen Möglichkeiten zu unterstützen.

Um eine bewusstere Studienwahl zu ermöglichen und die Drop out-Quote zu reduzieren, wurde zudem ein Online Self-Assessment in der Psychologie eingeführt. Eine Erweiterung auf andere Fächer ist geplant.

Es wäre schön, wenn unsere Studierende in einigen Jahren rückblickend sagen könnten, dass ihre Zukunft in der Tat an der Universität Bern begonnen hat.

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